Weiterbildung zur Leitungskraft erfolgreich abgeschlossen

Sindy Niedrich arbeitet seit 2021 in der Tagespflege St. Mauritius in Lutterhausen und hat jetzt ihre Weiterbildung zur Pflegedienstleiterin erfolgreich abgeschlossen. In einem Interview gibt sie Auskunft über ihre Erfahrungen.

BR: Sindy, Du hast am 15. Mai  die Weiterbildung zur Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege erfolgreich abgeschlossen. Die Durchschnittsnote der staatlichen Abschlussprüfung von 1,0 ist nicht nur für Dich, sondern auch für uns alle ein tolles Ergebnis, zu dem wir Dir von Herzen gratulieren.

SN: Zuerst möchte ich mich herzlich für die Glückwünsche und die Anerkennung bedanken – über die Abschlussnote freue ich mich natürlich sehr, aber noch mehr darüber, wie viel ich während dieser Weiterbildung lernen und für meine berufliche Entwicklung mitnehmen konnte. Auch ein großes Dankeschön an alle, die mich in dieser Zeit unterstützt haben – sei es im Kollegium, privat oder in der Weiterbildungseinrichtung.

BR: Was gehört alles zu dieser Weiterbildung? Welche Voraussetzungen muss man mitbringen und welche Inhalte gibt es?

SN: Die Weiterbildung zur Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege ist sehr umfassend und bereitet gezielt auf Führungsaufgaben im Pflegebereich vor – etwa als Wohnbereichsleitung oder Pflegedienstleitung. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene Ausbildung in der Altenpflege, Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege sowie in der Regel mindestens zwei Jahre Berufserfahrung.Inhalte der Weiterbildung sind unter anderem Pflegemanagement und Organisation, Rechtliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen, Kommunikation und Mitarbeiterführung, Pflegewissenschaft und -entwicklung, Projekt- und Selbstmanagement.

BR: Wie war es für Dich, neben Deiner Arbeit in der Tagespflege diese aufwändige Weiterbildung zu absolvieren?

SN: Die Weiterbildung neben dem Beruf zu machen war eine echte Herausforderung – gerade mit Familie und allem, was im Alltag dazugehört. Es hat viel Disziplin, gutes Zeitmanagement und Durchhaltevermögen gebraucht. Trotzdem war es eine sehr bereichernde Zeit. Ich habe viel gelernt – nicht nur fachlich, sondern auch über mich selbst. Besonders motivierend war die Unterstützung durch mein Team und mein Umfeld. Ich möchte auch andere ermutigen, diesen Schritt zu gehen. Es ist machbar – auch wenn es manchmal anstrengend ist. Am Ende lohnt es sich und das Gefühl, es geschafft zu haben, ist unbezahlbar.

BR: Was hat Dich als Thema besonders angesprochen?

SN: Sehr interessant fand ich das Thema Kommunikation und Mitarbeiterführung, weil es im Pflegealltag entscheidend für ein gutes Miteinander ist. Unerwartet spannend war auch der betriebswirtschaftliche Teil – ich hätte nicht gedacht, dass ich so viel Interesse für BWL entwickle, aber es zeigt, wie viel Management auch in Pflege steckt.

BR: Was hast du an neuen Kenntnissen mit in Deine berufliche Praxis nehmen können?

SN: Ich konnte vor allem im Bereich Kommunikation, Teamführung und Organisation vieles direkt in den Arbeitsalltag übertragen. Auch das neu gewonnene Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge hilft mir, Entscheidungen im Alltag besser einzuordnen und Prozesse gezielter mitzugestalten.

BR: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?

SN: Mein Ziel ist es, die neu erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse aktiv in einer leitenden Position einzusetzen, um die Pflegequalität weiter zu verbessern und mein Team bestmöglich zu unterstützen. Ich möchte Verantwortung übernehmen, Prozesse optimieren und gleichzeitig ein gutes Arbeitsklima fördern. Langfristig sehe ich mich in einer Rolle, in der ich sowohl fachlich als auch organisatorisch etwas bewegen kann – immer mit dem Fokus auf die bestmögliche Versorgung der Menschen, die wir pflegen.